Da war der Tag. Plötzlich war er da, der Moment einen unendlichen Flug in ein fernes Land zu tun. Da war der Tag, der 30 Stunden lang war, der einen komischen Rhythmus hatte, der Tag der irgendwann, irgendwo in Tokyo enden sollte. T
Tokyo? Die größte Stadt der Erde. Noch unvorstellbar. Würde uns Tokyo absolut überraschen, mitnehmen, ins Herz treffen, packen? Fast zu kaputt um dieses First Date mit allen Sinnen einzugehen, dennoch - ja, wir sind
beeindruckt, fast im Rausch fahren wir mit unserem Taxi in diese Stadt hinein. In langsamer Annäherung kommen wir der Stadt entegegen, erst uanantastbar, nicht begreifbar, von der Ferne die ersten Hochhäuser sehend.
Dann plötzlich mittendrin. Das erste Mal. Berührung.
Staunend. Glücklich. Was für eine Wucht, welches geordnete Riesenchaos! Ja, Ordnung, es ist unfassbar ordentlich, perfekt nahezu. Welch intensive Farben! Besonder das Grün, der Himmel scheint nah zu sein.
Wir staunend wie KInder. Die Kinder staunen wie wir. Strassen übereinannder, nebeneinnader, in alle Richtungen
gehend, überall Hochhäuser, Bäume, Autodurcheinander. Da ist das absolut perfekte Mischmasch von allen Städten die wir je gesehen haben, da ist Denver, Greenwisch Village, San Francisco,
Paris, auch London, sogar zweimal - als Riesenrad. Bewegung, Leben, da ist viel Grün, da ist Organisches neben Linearem
in Harmonie, da ist das Grosse im Kleinen, und das Kleine im Großen. Dann kommen die Menschen hinzu, nach den Autos. Ganz konkretes. EIne Frau mit Kinderfahrardsitz. Ein Mann im Anzug. Die Rezeption des Hotels. Und
ein Ort an dem wir unser Gesicht waschen und unsere Koffer in den Schrank legen können.
Wir haben Glück, unser Zimmer liegt direkt über dem "Hochzeitsgarten" - es erklingt Glockenklang wenn immer ein Brautpaar
diesen Garten betritt. Schön sind sie, diese Brautpaare. Schön sind sie , diese Kimonos und diese schönen hochgesteckten Haare mit Bändern geschmückt. Aber wir müssen raus, es ist noch früh. In den ersten Supermarkt.
Das erste Mal U-Bahn.
Nach Akusa zum "Schreineschütteln" mit vielen nackten Männerhintern, tausenden von Menschen auf engen Raum, unendlichen Gerüchen in der Luft. Weihrauch und verbrannter Fisch. Ein Tempel. Unsere Müdigkeit macht uns zu schaffen im
Menschengewusel - trotz Sinnesrasuch. Lillifee in der Hotellobby, zwar ohne Locken aber mit einem fantastischem KLeid, Raphi und Leah trauen ihren Augen nicht. Eine Prinzessin. Vielleicht träumen wir auch schon?
Wir müssen essen, schlafen, uns ausruhen, die Sinne zumachen, verarbeiten, zurückfinden.
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